Ausstattung

Unsere umfangreiche Ausstattung setzen wir sowohl in Forschungsprojekten als auch im Auftrag unserer Kunden ein. Schmiedeversuche führen wir auf unseren hauseigenen Umformmaschinen durch, unsere Messtechnik setzen wir für Prüfaufträge und Analysen ein, und für Simulationen und Berechnungen nutzen wir professionelle Software.

Hydraulische Presse

Auf unserer Doppelständer-Tiefziehpresse NEFF DZP 630 untersuchen wir innovative Werkzeugkonzepte und komplexe Stoffflüsse. Die Haupteinsatzgebiete der Presse sind Querkeilwalzen mit Flachbacken, Innenhochdruckumformen und mehrdirektionales Schmieden. Die Presse besitzt eine Stößelkraft von 6300 kN sowie einen maximalen Stößelhub von 800 mm bei maximal 400 mm/s Umformgeschwindigkeit. Der Pressentisch ist 1300 x 1080 mm² groß.

Innenhochdruckumform-Anlage

Die Anlage zur Innenhochdruckumformung (IHU) besteht aus einem modularen IHU-Werkzeug, das in unserer hydraulischen Presse aufgebaut wird. Mit vielen verschiedenen Werkzeuggeometrien, zum Beispiel in Form von T-Stücken, untersuchen wir die Umformung von Rohren aus monolitischen Werkstoffen wie Stahl, Aluminium und Titan, aber auch hybriden Werkstoffen wie etwa gelöteten Stahl-Aluminium- oder geschweißten Stahl-Inconel-Rohren.

Querkeilwalzapparat

Der IPH-Querkeilwalzapparat funktioniert mit Flachbacken. Es können Werkzeuglängen bis 1500 mm und -breiten bis 280 mm realisiert werden. Die Vorschubkräfte werden durch Hydraulikaggrate erbracht, sie betragen 125 kN. Somit können theoretisch Werkstückdurchmesser bis 50 mm gewalzt werden. Gern führen wir Walzversuche nach Ihren Vorgaben durch. Zudem bieten wir den Querkeilwalzapparat in zwei Varianten zum Kauf an: In Modulbauweise zum Einsatz in einer hydraulische Presse und als eigenständige Vorrichtung. Die Größen der Werkzeugsysteme sind variabel.

Spindelpresse

Unsere direktangetriebene Spindelpresse Weingarten PSH 4.265f mit einer Presskraft von 11000 kN nutzen wir für die Untersuchung des Umformvermögens von Schmiedeteilen sowie für Verschleißuntersuchungen an den Schmiedegesenken. Die Haupteinsatzgebiete der Presse sind das gratlose Präzisionsschmieden, gratreduziertes Schmieden, Halbwarmschmieden und das Hybridschmieden. Der Pressentisch ist 530 x 700 mm² groß und der maximale Stößelhub beträgt 450 mm bei einer maximalen Stößelgeschwindigkeit von 670 mm/s.

Optisches 3D-Messgerät

Für die 3D-Vermessung von kleinen und mittelgroßen Objekten wie beispielsweise Schmiedeteilen nutzen wir am IPH den optischen 3D-Scanner ATOS Core des Herstellers GOM. Mit dem Sensor Atos Core 80 können Bauteile innerhalb eines Messbereiches von 80 x 60 mm auf 15 Mikrometer genau vermessen werden. Der Sensor Atos Core 500 kann Bauteile innerhalb eines Messbereiches von 500 x 380 mm mit einer Genauigkeit von 65 Mikrometer vermessen. Die ermittelten Messdaten ergeben eine vollständige Darstellung des Objektes am Computer in 3D.

Tragrollenprüfstand

Für Hersteller und Anwender von Tragrollen bieten wir unabhängige Tragrollenprüfungen an. Entsprechend den Prüfnormen DIN 22112, SAB 1313 und DIN ISO 1940 ermitteln wir unter anderem den Laufwiderstand, die Rundlauftoleranz und die Wuchtgüte von Tragrollen. Hierfür verfügen wir über die erforderliche Messtechnik. 

Auf unserem modernen Prüfstand zur Laufwiderstandsmessung können wir Tragrollen mit einem maximalen Durchmesser von 400 mm und einer Achslänge von bis zu 1650 mm prüfen.

Elektroniklabor

Das Elektroniklabor verfügt über zwei Arbeitsplätze für Lötarbeiten sowie über eine Vorrichtung für das Anfertigen von Platinenprototypen. Neben Labornetzteilen für die Spannungsversorgung und Frequenzgeneratoren für die Signalerzeugung stehen ein analoges und digitales Oszilloskop für die Signalanalyse bereit. Zusätzlich sind Messgeräte für Lumineszens- oder Spektralmessungen vorhanden.

6-Achsen-Roboter

Für die Erprobung von Handhabungsaufgaben steht uns am IPH ein 6-Achsen-Roboter des Herstellers KUKA zur Verfügung. Der Roboter verfügt über eine frei programmierbare Steuerung, welche individuell für die jeweilige Aufgabe angepasst wird.

Neben dem Einsatz in Forschungsprojekten werden individuelle Untersuchungen auch als Dienstleistung für die Industrie angeboten. Darüber hinaus kann der Roboter um zusätzliche Messtechnik erweitert werden, etwa um 3D-Kameras.

Software zur Materialflusssimulation

Für ereignisdiskrete Materialflusssimulationen verwenden wir die Software PlantSimulation. Mit der Software Sim 3D erstellen wir Animationen und Simulationen von Produktions- und Logistiksystemen. Dabei werden Bewegungen und Materialströme realitätsgetreu abgebildet und physikalische Eigenschaften wie Gravitation, Reibung und Trägheit berücksichtigt. Der Einsatz von Materialflusssimulationen bietet bei der Neu- und Umplanung von Produktions-, Lager- und Logistiksystemen große Vorteile und erhöht die Planungssicherheit.

Berechnungs- und Visualisierungssoftware

Für die Durchführung von aufwändigen numerischen Berechnungen sowie die Modellierung von technischen Systemen verfügen wir über die Software MATLAB/Simulink inklusive relevanter Toolboxen.

Um Messdaten zu visualisieren und Bedienoberflächen für Maschinen oder Prüfständen zu erstellen, setzen wir die Software LabVIEW ein.

CAD-Software

Zur Konstruktion nutzen wir in unseren Forschungsprojekten meist das CAD-Programm Creo Parametric. Damit konstruieren wir Umformwerkzeuge, etwa für das gratlose Präzisionsschmieden, das mehrdirektionale Schmieden, das Querkeilwalzen sowie das Innenhochdruckumformen.

Zudem nutzen wir das CAD-Programm SOLIDWORKS Simulation. Nach der Konstruktion simulieren wir damit beispielsweise die Werkzeugverformung unter Last. Vor allem für komplizierte Werkzeugsysteme ist dies sinnvoll.

FEM-Software

Zur Simulation von Umformprozessen nutzen wir die Finite-Elemente-Methode (FEM). Den Stofffluss von Schmiede-, Querkeilwalz- und Ringwalzprozessen simulieren wir unter anderem mit der Software Forge NxT. Mit LS-DYNA simulieren wir Innenhochdruckumform-Prozesse. Das neuartige Hybridschmieden sowie die Verschleißreduktion beim Gesenkschmieden simulieren wir mit Simufact. Die Software AnsysMechanical wird verwendet, um thermische und mechanische Belastungen unserer Umformwerkzeuge zu berechnen.

Unsere Dienstleistungen

Auch Ihr Unternehmen kann von der modernen Ausstattung des IPH profitieren. Informieren Sie sich über unsere Dienstleistungen:

Ihre Ansprechpartner

Dr.-Ing.

Jan Langner

Abteilungsleiter Prozesstechnik

Dr.-Ing.

Björn Eilert

Abteilungsleiter Produktionsautomatisierung

Christian Böning
Dipl.-Wirtsch.-Ing.

Abteilungsleiter Logistik

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