Echtzeitfähige und kamerabasierte Ergonomiebewertung und Maßnahmenableitung in der Montage

Thema
Industrie 4.0
Projekttitel Echtzeitfähige und kamerabasierte Ergonomiebewertung und Maßnahmenableitung in der Montage (WorkCam)
Laufzeit 01.04.2017 – 31.03.2019
Projektwebseite www.workcam.iph-hannover.de
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Pressemitteilung

Ziel des Forschungsprojekts WorkCam ist die Entwicklung eines kamerabasierten Evaluationssystems, welches unergonomische Arbeitsweisen automatisch erkennt, in Echtzeit Handlingalternativen ableitet und dem betroffenen Arbeiter vorschlägt.

Durch das zu entwickelnde System sind Unternehmen in der Lage, manuelle Arbeitsschritte hinsichtlich ihrer Ergonomie zu analysieren um damit langfristig die Arbeitskraft zu erhalten und Arbeitsfehler zu minimieren. Die Besonderheit des Systems sind die einzig auf 3D-Kameradaten gestützte Bewegungsanalyse (ohne Rückgriff auf Marker oder Körpersensorik) und die Ergonomiebewertung in Echtzeit: Dadurch können Arbeitsweisen ohne Beeinträchtigung beobachtet und sofort Handlingalternativen an den Arbeiter weitergegeben werden.

Herkömmliche Systeme benötigen zur Evaluation einen Experten. Mit dem WorkCam-System werden die Arbeitsweisen dagegen automatisch analysiert und automatisch Alternativen abgeleitet. So sollen kostenintensive Beratungen gespart werden.

Weitere Informationen

Bei der Entwicklung und Einführung von Automatisierungslösungen bietet das IPH Unterstützung an. Klicken Sie auf den Link, um mehr zu erfahren.

  • Keine aktuellen Termine vorhanden.
  • 18.04.2018 - 16.04.2018
  • Sartorius Lab Instruments GmbH & Co. KG, Otto-BrennerStraße 20, 37079 Göttingen
  • 31.05.2017, 09:00 Uhr - 14:30 Uhr
  • Produktionstechnisches Zentrum Hannover (PZH), An der Universität 2, 30823 Garbsen
  • Seminarraum 2b

Veröffentlichungen zum Projekt

Falsch bücken, schwer heben, über Kopf greifen: Auf Dauer können solche Bewegungen krank machen. Um dem vorzubeugen, entwickeln Forscher am IPH und IFA ein System zur Ergonomiebewertung in der Montage: Mit Hilfe von 3D-Kameras sollen ungesunde Bewegungen automatisch erkannt werden.

3D-Kamerasystem, Ergonomiebewertung, Montage

Arbeitsbedingte Erkrankungen und ihre Folgen können für Unternehmen zu einem Produktivitätsverlust und damit zu einer Abnahme ihrer Wettbewerbsfähigkeit führen. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann dazu beitragen, einige Ursachen dieser Erkrankungen zu beseitigen. Häufig fehlt es den Unternehmen jedoch an dem erforderlichen Know-how zur Umsetzung. In diesem Beitrag werden Anforderungen an ein zu entwickelndes System beschrieben, das Unternehmen bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung unterstützen soll.

Ergonomie, Evaluation, Optimierung, Arbeitsplatzdesign

Ergonomiebewertungen und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung stellen besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine Herausforderung dar: Diesen fehlen oftmals das Expertenwissen und die finanziellen Ressourcen, um genannte Methoden durchzuführen. Gezwungen durch den demografischen Wandel werden sich Unternehmen mit Fragestellungen der Ergonomie in Zukunft häufiger beschäftigen müssen. Etablierte ergonomische Arbeitsplatzbewertungsmethoden sind für gewöhnlich beruhend auf der subjektiven Wahrnehmung der durchführenden Person. Des Weiteren erlauben die verbreiteten Methoden bisher keine echtzeitfähige Rückmeldung. Einige Verfahren basieren auf dem Aufnehmen von Videos und Sensordaten, die im Anschluss von Ergonomieexperten bewertet werden. Dabei werden immer noch Experten benötigt, die den untersuchten Testpersonen direkt Feedback geben. In diesem Beitrag werden deshalb die Defizite verschiedener, gängiger Methoden und Systeme untersucht und ein Ansatz zur Entwicklung eines kamerabasierten Ergonomiebewertungssystems, welches zur automatisierten Aufnahme und Analyse von Bewegungen in Montagesequenzen in der Fertigung mit einer automatisierten, integrierten Maßnahmenableitung dient, gegeben.

Ergonomie, Evaluation, Optimierung, Arbeitsplatzdesign

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Förderer

Das IGF-Vorhaben 19343 N der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. (GVB) wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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