Entwicklung von Gestaltungsrichtlinien für manuelle Produktionsarbeitsplätze für die Anwendung von Exoskeletten

Thema Prozessauslegung, Produktionsplanung und -steuerung
Projekttitel Entwicklung von Gestaltungsrichtlinien für manuelle Produktionsarbeitsplätze für die Anwendung von Exoskeletten (ExoSelect)
Laufzeit 01.04.2026 – 31.03.2028

Das Forschungsvorhaben „ExoSelect“ zielt auf die Entwicklung von Gestaltungsrichtlinien für manuelle Produktionsarbeitsplätze unter Einsatz von Exoskeletten ab.

Hintergrund ist die hohe physische Belastung in der Produktion, insbesondere in KMU, die durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel zusätzlich verschärft wird. Muskel-Skelett-Erkrankungen stellen dabei die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Ausfälle dar und führen zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Exoskelette bieten grundsätzlich Entlastungspotenziale, jedoch fehlt bislang eine systematische Anpassung von Arbeitsplätzen und -prozessen an deren Einsatz, was ihre Wirksamkeit einschränkt.

Das Vorhaben adressiert diese Forschungslücke durch eine ganzheitliche Betrachtung von Mensch, Exoskelett und Arbeitsplatz. Hierzu werden Bewegungsabläufe analysiert, ergonomisch bewertet und in simulationsgestützten Modellen abgebildet. Auf dieser Basis werden Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatzgestaltung und Exoskeletteinsatz identifiziert. Ziel ist es, praxisnahe und leicht anwendbare Lösungen für KMU bereitzustellen, die ohne umfangreiches Spezialwissen nutzbar sind.

Im Ergebnis entstehen systematische, öffentlich zugängliche Gestaltungsrichtlinien sowie ein Maßnahmenkatalog zur ergonomischen Auslegung von Produktionsarbeitsplätzen. Ergänzend wird ein webbasiertes Softwaretool entwickelt, das auf Basis arbeitsplatzspezifischer Daten konkrete Handlungsempfehlungen liefert und Exoskelettauswahl ermöglicht.

Dadurch werden KMU befähigt, Exoskelette effizient einzusetzen, die Mitarbeitergesundheit zu verbessern, Ausfallzeiten zu reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Förderer

Dieses vorwettbewerbliche Projekt mit dem Förderkennzeichen 01IF24806N wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Mitteln der IGF gefördert.

Partner

Ansprechperson