Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Nyhuis

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Veröffentlichungen

Logistische Unzulänglichkeiten führen auf Grund konvergierender Materialflüsse, insbesondere in der Montage, zu Störungen, Engpässen und Anpassungsaufwand. Im vorliegenden Beitrag wird ein Ansatz vorgestellt, welcher hinsichtlich der relevanten logistischen und monetären Größen die zeitdynamische Beschreibung aller Prozesse für die Montage, d.h. der vorgelagerten, Material bereitstellenden Prozesse und der Montageprozesse selbst, systematisiert und somit zu einem umfassenden Prozess- und Systemverständnis beiträgt.

Produktionsplanung und -steuerung, Montagedurchlaufdiagramm, Montagecontrolling

Die ständige Verbesserung von Produktionsprozessen ist eine Voraussetzung dafür, Wettbewerbsvorteile erzielen und diese dauerhaft sichern zu können. Hierzu gehört unter anderem, Differenzierungsmerkmale schneller als der Wettbewerb auszubauen. Neben technologischen Innovationen bieten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) insbesondere organisatorische und logistische Prozesse deutliche Potenziale für Kosteneinsparungen und somit eine Sicherung bzw. einen Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit. Aus diesem Grund kommt Enterprise Ressource Planning (ERP) Systemen, eine stärkere Bedeutung zu. Der vorliegende Beitrag beschreibt acht Schritte zur Auswahl des optimalen ERP-Systems.

ERP-Systeme, ERP-Auswahl

Um im Wettbewerb konkurrierender Lieferketten zu bestehen, reichen logistische Verbesserungsmaßnahmen innerhalb einzelner Unternehmen als Reaktion auf eine hohe Marktdynamik nicht mehr aus. Die Reaktion muss entlang der Lieferkette abgestimmt erfolgen. Andernfalls drohen Effizienzverluste durch Aufbau von Beständen einerseits oder Verringerung der logistischen Leistung andererseits. Diese sich über die einzelnen Stufen der Lieferkette verstärkenden Verluste werden als Bullwhip-Effekt bezeichnet. In diesem Beitrag werden die Schritte zur Entwicklung einer methodischen Unterstützung zur Synchronisation der logistischen Reaktionsfähigkeit vorgestellt. Mit der Methode können logistische Maßnahmen als Reaktion auf Störungen oder Nachfrageschwankungen bestimmt und deren Auswirkung auf die logistischen Ziele der Lieferkette quantifiziert werden. Dies erfolgt unter Einbeziehung von Wirkzusammenhängen zwischen den Prozessen der Lieferkette Beschaffen, Herstellen und Liefern.

Supply Chain Management, Logistische Reaktionsfähigkeit

Die deutsche Schmiedeindustrie befindet sich unter erheblichen Preis- und Innovationsdruck. Eine Möglichkeit zur Kostenreduzierung unsbesondere bei der Einführung neuer Fertigungstechnologien, wie z. B. dem Präzisionsschmieden, besteht in der ganzheitlichen Gestaltung einer logistisch und technisch leistungsfähigen Prozesskette. Dabei sind zur kontinuierlichen Prozesskettenoptimierung neben technologischen Schnittstellen auch indirekte Prozesse wie die Werkzeugversorgung zu betrachten. Die hieraus resultierenden Prozessveränderungen müssen mit Unterstützung eines dynamsichen Produktionscontrollings erfasst werden, um eine logistische Positionierung zu ermöglichen.

Logistische Optimierung, Prozesskettenoptimierung, Produktionsplanung- und -steuerung

Störungen in der Produktion, die negative Auswirkung auf die Zielgrößen der Produktionslogistik haben, müssen erkannt und behoben werden. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) besitzen häufig keine ausreichende Mitarbeitkapazitäten, die die logistischen Zusammenhänge in der Produktion beherrschen und so zielgerichtet auf die Verbesserung des logistischen Prozesszustandes einwirken können. Außerdem fehlt häufig grundlegendes Wissen über die komplexen Zusammenhänge der Zielgrößen und die einzuleitenden Maßnahmen gegen Störungen in der Produktion. Das zeigt auch die mangelnde Zielerreichung der angestrebten logistischen Ziele in KMU. Der folgende Beitrag stellt einen am IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH entwickelten Lösungsansatz zur Diagnose von Störungen in der Produktionslogistik und Ableitung von Empfehlungen für Maßnahmen mittels Assistenzsystems vor.

Assistenzsystem, Produktionslogistische Zielgrößen, Diagnose von Störungen in der Produktion

Um die Wettbewerbsfähigkeit sicher zu stellen kann eine Logistikstrategie für die Produktionslogistikaus der Unternehmensstragie abgeleitet werden. Die Herausforderung besteht dabei darin die stragischen Zielgrößem mit geeigneten Kennzahlen zu überwachen. Sofern eine Zielgröße vom Sollwert abweicht ermöglicht eine Abweichungsanalyse Maßnahmen abzuleiten und trägt somit zu Aufrechterhaltung stabilerer Prozesse bei. Fokusdieser Ausarbeitung ist daher ein regelbasiertes Expertensystem, welcher als die produktionslogistischen Zielgrößen (niedrige Bestände, kurze Durchlaufzeiten, hohe Termintreue und hohe Auslastung) mit ihren wichtigsten Indikatoren berücksichtigt. In einem Problemlösungsbaum werden diese Indikatoren mit weiteren signifikanten Informationen entsprechend ihrer Ursache-/Wirkungsbeziehung verknüpft. Die Regeln des Expertensystems basieren auf den produktionslogistischen Grundgesetzen von Wiendahl und Nyhuis. Eine Abweichungsanalyse der Indkatoren für die produktionslogistischen Zielgrößen werden durch Diagramme im Expertensystem aufgezeichnet.

Wissensmanagement in Produktion und Logistik, ICT für Produktion und Logistik, intelligent, anpassun

Viele Unternehmen können den durch fehlendes Material in der Produktion entstehenden Schaden nicht messen, da bisher keine quantitative Methode zur monetären Bewertung der mit Versorgungsengpässen einhergehenden logistischen Folgen existiert. Somit ist eine Abwägung der durch fehlendes Material in der Produktion entstehenden Kosten gegen hohe Sicherheitsbestandskosten zur Antizipierung von Materialengpässen nicht möglich. Dies kann bei der Disposition von Lagerbeständen zu betriebswirtschaftlich unvorteilhaften Entscheidungen führen. Eine Funktion zur Quantifizierung der im Zuge von Materialfehlmengen in der Produktion anfallenden Kosten kann Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund entwickelt das IPH – Institut für Integrierte Produktion gemeinnützige GmbH im Rahmen eines Forschungsprojekts eine Fehlmengenkostenfunktion, welche die Positionierung von Lägern im Spannungsfeld niedriger Logistikkosten und hoher Logistikleistung unterstützt.

Fehlmengenkosten, Materialengpässe, Servicegrad, Logistikkosten, Lagerhaltungskosten

Die steigenden Kundenanforderungen zwingen Firmen dazu in engen Lieferketten zu kooperieren um eine hohe logistische Performanz zu erreichen. Die Kundenwünsche verkürzen zudem den Produktlebenszyklus, was zu einem häufigeren auslaufen der Produkte in den Lieferketten führt. Aus diesem Grund müssen heutige Lieferketten in der Lage sein, dieses Auslaufen effizient zu betreiben. Dieser Beitrag behandelt einen passenden Ansatz für das systematische Auslaufplanen, wobei die gesamte Lieferkette beachtet wird. Der Ansatz beruht auf dem Prinzip der kumulierten Produktionszahl, welche die Verknüpfung zwischen mehreren Prozessen ermöglicht. Es ermöglicht eine Ausrichtung der Losgrößen auf die Beschaffung, Herstellung und Lieferung der Auslaufproduktion des Prozesses. Der Ansatz ermöglicht Partnern in der Lieferkette Kostenersparnisse, durch Vermeidung von Restbeständen verursacht durch nicht harmonisierende Losgrößen, zu identifizieren.

Fabrik- und Produktionsplanung, Zusammenarbeit in internationalen Produktions-, Herstellung- und log

Dieser Beitrag beschreibt die logistischen Herausforderungen beim Produzieren in Netzwerken. Nach einer Definition des Begriffs Produktionsnetzwerk werden die wichtigsten der von Unternehmen erhofften Chancen genannt und potentiellen Risiken gegenübergestellt. Anschließend werden die Besonderheiten und Anforderungen des Produzierens in Netzen im Vergleich zur Produktion einzelner Unternehmen herausgestellt und der produktionslogistische Forschungsbedarf abgeleitet.

Produktion, Produktionsnetzwerk, Logistik, Materialflusssicherheit, Informationsflusssicherheit, XXL

Ein leistungsfähiges Logistik-Controlling mit einer auf einem regelbasierten Expertensystem basierten Diagnose der Produktionslogistik kann Unternehmen und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei den hohen Anforderungen des Marktes hinsichtlich einer hohen logistischen Leistung unterstützen. Die Unternehmensstrategie muss in Einklang mit diesen Anforderungen stehen. Für die Logistik muss darauf basierend eine Funktionalstrategie abgeleitet werden, um die übergeordnete Zielsetzung nachhaltig umzusetzen. Die Herausforderung besteht in der Ableitung und Überwachung geeigneter logistischer Kennzahlen, die die strategischen Vorgaben repräsentieren, in dem Diagnostizieren einer Störung in der Produktionslogistik sowie in der Ableitung geeigneter operativer Maßnahmen zur Bewältigung der Störung und damit zur Strategieunterstützung.

Logistik-Controlling, Expertensystem, Produktionslogistik, KMU, Kennzahlen

Der Artikel zeigt die Ergebnisse einer Untersuchung des Abnutzungsverhaltens von Präzisionsschmiedewerkzeugen, die im Rahmen des Sonderforschungsbereiches (SFB) 489 "Prozesskette zur Herstellung präzisionsgeschmiedeter Hochleistungsbauteile" durchgeführt wurde. Das Abnutzungsverhalten von Präzisionsschmiedewerkzeugen wird dabei in Anlehnung an die Abnutzungskurve der DIN 31051 beschrieben. Im Rahmen der Untersuchungen wurden zwei messbare Abnutzungsarten festgestellt: Materialabtrag und Materialauftrag. Mit Hilfe der Abnutzungskurve ist die Festlegung einer Schadensgrenze möglich, die als maximale Werkzeugstandmenge bis zur Entstehung von Ausschussteilen interpretiert wird. Ein Ansatz zur Ermittlung einer wirtschaftlichen Losgröße für Schmiedeprozesse unter Berücksichtigung der maximalen Werkzeugstandmenge schließt die Entwicklungslücke einer integrierten Werkzeuginstandsetzungs- und Produktionsplanung.

Losgrößenbestimmung, Werkzeugstandmengen, Abnutzungsverhalten, Schmiedeindustrie